Fortbildung

Feministische Mädchenarbeit

Mindestdauer: 6 Stunden

Seit dem Einzug des §9 Abs. 3 SGBVIII ist geschlechtersensible Arbeit ein fester Bestandteil in der Kinder- und Jugendhilfe und somit auch die Mädchenarbeit. Feministische Mädchenarbeit bezeichnet die in den 1970er Jahren entstandene pädagogische Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen, basierend auf Impulsen feministischer Theorien der zweiten Welle der Frauenbewegung. Inhaltlich zeichnete sich die Mädchenarbeit darin aus, homogene Schutz – und somit Freiräume zur Verfügung zu stellen um Mädchen Möglichkeiten zu bieten, sich frei entfalten zu können. Doch Mädchenarbeit hat sich weiterentwickelt und unterliegt Prozessen und politisch- gesellschaftlichen Diskursen und Anforderungen, wie z.B. queerer sowie antirassistischer Pädagogik und Empowermenträumen für eine erweiterte Adressat*innengruppe.
Wir möchten dazu einladen, die Geschichte, die Prinzipien und die derzeitigen Diskurse der Mädchenarbeit kennenzulernen, Methoden vorstellen und erarbeiten so wie konzeptionelle Überlegungen erstellen, wie in Ihrer Einrichtung die Implementierung von geschlechtersensiblen Räumen möglich sein kann.
Bei einer schon bestehenden Praxis in Ihrer Einrichtung kann eine intensive Auseinandersetzung mit der Erweiterung/Dekonstruktion von Räumen und den jeweiligen Adressat*innen stattfinden.

 

 

 

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maedchenarbeit@frauenfuerfrauen-leipzig.de

„Onlineflirts und die Gefahr der Viktimisierung“

Mindestdauer: 6 Stunden

Onlineflirts sind unter Jugendlichen weit verbreitet. Das bezieht sich nicht nur auf den Nachrichtenaustausch, sondern auch Videos und Fotos mit sexueller Andeutung werden für ein erstes Kennenlernen genutzt. Da dies für Jugendliche zur Lebensrealität gehört, muss es auch zur Realität von Eltern, Pädagog*innen werden. Dabei gilt es, sich mit den sozialen Netzwerken auseinander zu setzen, das Nutzungsverhalten nicht zu tabuisieren, sachlich aufzuklären, aber auch die Gefahren nicht zu verschweigen.

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„Sexismus? – Doch nicht bei uns!“

Mindestdauer: 6 Stunden

Sexismus an Schulen oder Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe ist – unter Adressat*innen sowie im Umgang von Fachkräften mit Schüler*innen – als Ort gesellschaftlichen Beisammenseins auch dort strukturell vorhanden.

Sexismus zeigt sich jedoch nicht immer offensichtlich, sondern häufig unterschwellig durch Rollenbilder, Stereotype, Denk- und Verhaltensmuster, die im sozial – pädagogischen Alltag meist unreflektiert reproduziert werden.

Der Workshop soll helfen, sexistische Strukturen in sozialarbeiterischen – und/ oder Bildungskontexten zu erkennen, andererseits den Raum schaffen, eigene unbewusste, sexistische Verhaltensweisen zu hinterfragen und zu überdenken. Abschließend sollen Materialien sowie Möglichkeiten der antisexistischen Wissensvermittlung für (zukünftige) praktizierende Sozialarbeiter*innen und Pädagog*innen angeboten werden.

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Rollenklischees im Kinderzimmer

Mindestdauer: 6 Stunden

Eine große Anzahl von Produkten wird geschlechterdifferenziert designt und verkauft, insbesondere für Kinder. Nicht nur Lego oder Überraschungseier bieten spezielle „Mädchen-Editionen“, für manche eine Selbstverständlichkeit, für andere ein Ärgernis. An dieser „Blau-und-Rosa-Aufteilung“ wird anschaulich, wie früh Menschen mit geschlechterstereotypen Mustern konfrontiert werden und mit welchen Rollenbildern und Erwartungshaltungen unsere Kinder aufwachsen. Wir gehen den Fragen auf den Grund, welche Folgen Gender Marketing auf die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Fachkräfte hat und welche Rollenmuster und Modelle übermittelt werden. Auch Zusammenhänge mit (Hetero) Sexismus werden thematisiert sowie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen, die hinter einer Junge-Mädchen-Differenzierung stehen.

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Geschlechtersensible Perspektiven für die pädagogische Haltung

Mindestdauer: 6 Stunden

Geschlecht ist eines der Hauptunterscheidungsmerkmale von Menschen. Wir leben in einem binärem Geschlechtersystem, indem Männern/Jungen und Frauen/Mädchen Charakterzüge zugeordnet und diese in Rollenbildern manifestiert wurden und werden. Damit einher gehen Klischees, Vorurteile und soziale Benachteiligungen. Geschlecht ist somit ein Kriterium für den Zugang zu gesellschaftlichen Positionen, individuellen Lebenschancen und Handlungsmöglichkeiten. 

Geschlechtersensible Pädagogik hat zum Ziel, diese Binarität zu reflektieren und abzubauen. Alle Menschen, so auch Kinder und Jugendliche sind geschlechtlich vielfältig in Bezug auf Körper, auf psychisches und soziales Geschlecht und auf sexuelle Orientierung. Sie sollen somit, unabhängig von Geschlecht eigene Interessen entwickeln können, frei von Be- und Abwertung.

Diese eintägige Fortbildung thematisiert, erklärt und kritisiert binäre geschlechtliche Sozialisation. Aber was heißt das für die pädagogische Praxis? Neben dem inhaltlichen Part, bietet dieses Angebot Ansätze, wie man mit Kindern und Jugendlichen zum Thema “Geschlecht” arbeiten kann und welche weiteren Aspekte dabei zu beachten sind.

Diese Fortbildung ist für einen Tag buchbar.

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....und der Storch bringt die Kinder - sexuelle Bildung in der Frühpädagogik

Mindestdauer: 6 Stunden

Kindliche Sexualität ist immer noch oft ein solches Tabu, dass viele nicht von ihr wissen und verbunden damit, wie ein guter Umgang damit aussehen kann. Das Kind ist somit ein sexuelles Wesen, jedoch darf kindliche Sexualität nie durch die Brille der erwachsenen Sexualität gesehen werden.

Was unterscheidet kindliche und erwachsenen Sexualität? Was sind die Konsequenzen für die Praxis? Wie können wir Kinder kindliche Sexualität fördern und schützen? Und welche Rolle spielt zu alledem die Komponente “Geschlecht”?

 

Dieser Workshop ist für ein oder zwei Tage buchbar

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"Sexuelle Bildung für Mädchen, die behindert werden* - Zugang und Methoden"

Mindestdauer: 6 Stunden

Sexualität ist Teil der Persönlichkeitsentwicklung und der Identität und muss daher auch Teil der Bildung von Mädchen, die behindert werden, sein. Doch neben einer geschlechtlichen Diskriminierung wird ihnen oftmals keine oder nur wenig Sexualität zugestanden. Resultierend findet keinerlei Austausch mit ihnen statt, um kein sexuelles Interesse zu wecken.

In diesem Workshop werden die Gesellschaftlichen Aspekte von Mädchen, die behindert werden genauer analysiert. Da sie öfter von sexualisierter Gewalt betroffen sind, als Kinder und Jugendliche, die als nicht behindert gelten, wird der Frage nachgegangen, ob und wie sexuelle Bildung präventiv wirken kann und welche weitere Konsequenzen sich für die Praxis ableiten lassen.

Neben der theoretischen Abhandlung, wird dieser Workshop methodische Einblicke bieten.

*Gemeint sind hiermit Mädchen, welche in unserer Gesellschaft als geistig oder körperlich behindert gelten.

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