Der Bauchraum

In der Harnblase wird Urin gespeichert, bevor er durch die Harnröhre weitertransportiert und dann ausgeschieden wird.

Durch die Harnröhre wird Urin von der Blase zur Harnröhrenöffnung und damit aus dem Körper heraus transportiert.

Der Harnröhrenausgang befindet sich zwischen den inneren Vulvalippen. Über ihn wird der in der Harnblase gesammelte Harn ausgeschieden. Die Harnröhre ist 3-5 cm lang. Sie beginnt am sogenannten Harnblasenende (auch Blasenhals) und mündet in den Vagina-Vorhof.

Das Wort Vulva bezeichnet den äußeren Bereich der primären weiblichen Geschlechtsorgane, also alles was von außen gesehen werden kann. Zur Vulva gehören der Venushügel, die Vulvalippen (auch Schamlippen genannt), der Eingang zur Vagina und die Klitoris. Auch der Ausgang der Harnröhre befindet sich in der Vulva.

Die inneren Vulvalippen werden von den äußeren Vulvalippen umschlossen und laufen an der Klitoris zusammen. Sie können die unterschiedlichsten Formen, Längen und Farben haben. Manche sind kürzer, als die äußeren Lippen, manche schauen hervor. Sie umrahmen den Vulvavorhof, wodurch sie vor Bakterien und damit Infektionen schützen. Außerdem liegen in ihnen auch sensible Nervenenden, wodurch bei Erregung Lust empfunden werden kann.

Die äußeren Vulvalippen beginnen unterhalb des Venushügels. Sie sind zwei Fettpolster, die die Klitoris, die inneren Vulvalippen, den Vulvavorhof und die Harnröhreneingang schützen. In ihnen liegen die Nervenbahnen der Klitoris, die bei Erregung Lust empfinden lassen. Außerdem wachsen auf ihnen die Vulvahaare.

Die Klitoris, auch Kitzler genannt, ist ein Teil der Vulva. Die Spitze der Klitoris liegt zwischen den inneren Vulvalippen. Ein nicht sichtbarer Teil der Klitoris durchzieht die unter der Haut Vulvalippen. Bei einer sexuellen Erregung, schwillt die Klitoris an. Sie ist ein Körperteil, das nur dafür da ist, Lust und schöne Gefühle zu machen, wenn sie zum Beispiel gestreichelt wird. Die Klitoris kann ganz unterschiedlich groß sein. Manchmal ist sie so groß wie eine Erbse oder Perle, sie kann aber auch deutlich größer sein.

Ein Schwellkörper ist ein sogenanntes Gefäßgeflecht, dass sich mit Blut füllen kann und dadurch an Größe zunimmt und härter wird. Dies kann bei Erregung passieren. Solche Schwellkörper gibt es zum Beispiel im Penis, aber auch die Klitoris kann anschwellen und ihre Form und Größe verändern.

Die Vagina (auch Scheide genannt) ist ein dehnbarer Schlauch aus Muskeln, der ungefähr 8 bis 10 cm lang ist. Der Eingang zur Vagina liegt in der Vulva. Die Vagina endet mit dem äußeren Muttermund und schützt die innenliegenden Geschlechtsorgane. 

Die Vagina ist der Ort, wo bei der Menstruation das Blut herauskommt, wo beim Sex zum Beispiel ein Penis oder ein Finger eingeführt werden kann und während einer Geburt bildet sie den Geburtskanal aus dem das Kind geboren werden kann.

Der Vorhof bildet den Eingang zu der Vagina. Er liegt zwischen den inneren Vulvalippen. In ihm sind verschiedene Drüsen zu finden. Bei manchen Menschen liegt hier auch der Harnröhrenausgang (bei anderen liegt er mehr in der Vagina). Um den Harnröhrenausgang liegen die Harnröhrennebenkanäle, durch die bei Erregung Ejakulat austreten kann. 

Der Venushügel ist ein Fettpolster, das hügelartig über den Vulvalippen liegt und die Vulva schützt. Auf ihm wachsen Vulvahaare, die sich die ganzen äußeren Vulvalippen hinunterziehen.

Das Wort Vulvahaare bezeichnet die Haare die auf und um die Vulva herum wachsen. Mit dem Wort Schamhaar allgemein wird das Haar an und auf den Geschlechtsorganen und der angrenzenden Region bezeichnet. Das Wort SCHAM ist aber hier schwierig, weil es nichts ist wofür sich ein Mensch schämen muss!

Im Gebärmutterhals (Zervixkanal) wird vom Körper Schleim produziert, der je nachdem an welchem Punkt der Körper sich im Zyklus befindet, seine Form und sein Aussehen verändern kann. Manchmal ist der Zervixschleim dick und undurchlässig. Dann verschließt er den Gebärmuttermund, um die Gebärmutter vor Keimen zu schützen und um Spermien daran zu hindern in die Gebärmutter zu gelangen, weil der Körper hormonell noch nicht für eine Befruchtung bereit ist. Manchmal ist der Zervixschleim flüssiger und sogar zuckerhaltig, um Spermien zu schützen und sie in die Gebärmutter weiterzuleiten. Dann ist der Körper bereit für eine Empfängnis. Wenn eine Person ihren Körper gut kennt, kann am Zervixschleim also erkannt werden, ob sie sich gerade in der fruchtbaren Phase befindet oder nicht.

Die beiden Eierstöcke liegen rechts und links im Becken in der Nähe der Enden der Eileiter. Die Eierstöcke bewahren schon seit der Geburt die unreifen Eizellen auf. In jedem Eierstock befinden sich unzählige Zellhaufen, die Follikel, in denen Eizellen heranreifen. Beim Eisprung bricht ein Follikel auf und entlässt eine reife Eizelle in den Eileiter. In den Eierstöcken werden außerdem die Hormone Östrogen und Progesteron gebildet, die dafür sorgen, dass die Eizellen reifen können.

Am oberen Ende der Gebärmutter gehen links und rechts die beiden Eileiter ab. Sie verbinden die Eierstöcke mit der Gebärmutter. Die Eileiter transportieren die Eizelle nach dem Eisprung aus der dem Eierstock in die Gebärmutter. Sollte die Eizelle befruchtet werden, dann findet die Befruchtung im Eileiter statt.

Die Eizellen sind weibliche Geschlechtszellen und befinden sich in den Eierstöcken. Verschmelzen eine Eizelle und ein Spermium kann ein Baby entstehen. Schon bei der Geburt befinden sich ungefähr 250.000 bis 500.000 Eizellen in den Eierstöcken. Eizellen sind etwa 1 Millimeter klein und nur unter einem Mikroskop gut zu erkennen. Mit Beginn der Pubertät reift ungefähr jeden Monat eine Eizelle heran und wandert aus dem Eierstock in die Gebärmutter.

Die Gebärmutter ist ein Geschlechtsorgan, dass innenliegend im Bauch ist, man kann es also von außen nicht sehen. In der Mitte der Gebärmutter wächst bei einer Schwangerschaft das Baby heran und kann sich dort entwickeln. Gibt es keine Schwangerschaft, dann ist die Gebärmutter auch der Ort, wo das Menstruationsblut herkommt, was durch die Vagina ausgeblutet wird. Zur Gebärmutter gehören der Gebärmutterhals und der Muttermund. Die Eileiter und Eierstöcke sind am oberen Rand der Gebärmutter mit ihr verbunden.

Als Muttermund werden die Öffnungen des Gebärmutterhalses bezeichnet, es gibt also genauer gesagt einen äußeren und einen inneren Muttermund. Der innere Muttermund ist die Öffnung Richtung Gebärmutter und der äußere Muttermund öffnet sich in die Vagina. Der äußere Muttermund kann von außen ertastet werden, das kann dabei helfen die fruchtbare Phase zu erkennen.

Das Wort Eichel bezeichnet die Verdickung am vorderen Ende des Penis. Sie wird teilweise oder ganz von der Vorhaut bedeckt (wenn eine Vorhaut vorhanden ist). Dieser Teil des Penis ist besonders empfindsam. 

In der Harnblase wird Urin gespeichert, bevor er durch die Harnröhre weitertransportiert und dann ausgeschieden wird.

Durch die Harnröhre wird Urin von der Blase zur Harnröhrenöffnung und damit aus dem Körper heraus transportiert.

Die Hoden (in der Regel 2 Stück) sind innere Geschlechtsorgane. Sie haben eine längliche, runde Form und einen Durchmesser von ungefähr 3 cm, die genaue Größe ist aber bei jedem Menschen mit Hoden unterschiedlich. Die Hoden liegen zumeist im Hodensack, einer Hauttasche zwischen den Beinen, unter dem Penis. In den Hoden werden Spermien und das männliche Sexualhormon Testosteron produziert.

Der Hodensack ist eine Hauttasche zwischen den Beinen, unter dem Penis. In ihm liegen zumeist die Hoden, Nebenhoden und der Samenleiter.

Die (zwei) Nebenhoden zählen zu den innenliegenden Geschlechtsorganen und liegen an der hinteren Fläche der Hoden. Sie sind der Ort an dem die Samenzellen, die in den Hoden gebildet wurden, zu fertigen Spermien heranreifen. Außerdem werden die Spermien in den Nebenhoden bis zum nächsten Samenerguss (Ejakulation) gespeichert.

Der Penis ist ein äußeres Geschlechtsorgan. Durch ihn kann der Urin ausgeschieden werden. Außerdem können aus ihm durch die gleiche Öffnung an seiner Spitze Spermien austreten, die für die Fortpflanzung wichtig sind. Zum Penis gehören die Peniswurzel, der Penisschaft und die Eichel. Er ist von einer dehnbaren Haut überzogen, die in Form einer Falte – der Vorhaut – die Eichel umschließt (ein Penis kann aber auch beschnitten sein, dann gibt es die Vorhaut nicht mehr). Meistens ist der Penis schlaff und hängt frei beweglichen zwischen den Beinen. Wenn ein Mensch mit Penis erregt ist, kann sich dieser mit Blut füllen und steif werden, das nennt man auch Erektion.

Das Wort Penishaare bezeichnet die Haare die um den Penis herum wachsen. Mit dem Wort Schamhaar allgemein wird das Haar an und auf den Geschlechtsorganen und der angrenzenden Region bezeichnet. Das Wort SCHAM ist aber hier schwierig, weil es nichts ist wofür sich ein Mensch schämen muss!

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein innenliegendes Geschlechtsorgan, dass unter der Blase liegt. Sie ist ungefähr so groß wie eine Kastanie. Die Prostata ist wichtig für die Bildung von Samenflüssigkeit, den Verschluss der Harnblase und der Samenwege sowie den Hormonhaushalt des Körpers. Sie kann auch einen Orgasmus intensiver machen, wenn sie zum Beispiel massiert wird.

Der Samenleiter ist eine schmale Röhre, durch die Spermien aus den Nebenhoden weitertransportiert werden, damit sie bei einem Samenerguss (Ejakulation) aus dem Penis austreten können. Der rechte und der linke Samenleiter sind damit vor allem zwei Transportorgane, die etwa 50 bis 60 Zentimeter lang sind, aber nur ungefähr einen halben Zentimeter breit.

Ein Schwellkörper ist ein sogenanntes Gefäßgeflecht, dass sich mit Blut füllen kann und dadurch an Größe zunimmt und härter wird. Dies kann bei Erregung passieren. Solche Schwellkörper gibt es zum Beispiel im Penis, aber auch die Klitoris kann anschwellen und ihre Form und Größe verändern.

Ein Spermium (mehrere Spermien) ist eine reife männliche Samenzelle, die sich eigenständig bewegen kann. Millionen von Spermien werden täglich in den Hoden gebildet und dort und in den Nebenhoden gespeichert. Ein Spermium ist winzig klein, ungefähr 0,06 mm, aber enthält trotzdem das gesamte Erbgut der Person. Bei einem Orgasmus können Spermien zusammen mit Samenflüssigkeit aus dem Penis austreten. Wenn ein Spermium mit einer weiblichen Eizelle verschmilzt und diese somit befruchtet, kann ein neuer Mensch entstehen.

Die Vorhaut ist eine Hautfalte, die am oberen Ende des Penis die Eichel bedeckt. Weil der Penis bei einer Erektion anschwillt und größer wird, braucht es diese Hautreserve, die sich dann von der Eichel zurückzieht. Wenn der Penis schlaff ist, liegt die Vorhaut schützend um die Eichel, dem empfindlichsten Teil des Penis.

Bei manchen Menschen wurde die Vorhaut in einer Operation entfernt. Das kann medizinische oder religiöse Gründe haben.

Warum
wir uns die Scham schenken.

Euch ist sicher aufgefallen, dass wir das Wort Scham aus den Bezeichnungen für die äußeren Geschlechtsmerkmale gestrichen haben und durch andere Wörter ersetzt haben. Warum?

Sprache ist sehr mächtig. Sprache beeinflusst unser Denken und Handeln. 

Bei Girlz*Space ist es uns wichtig, dass Menschen sich nicht für ihren Körper schämen. Wir wünschen uns, dass Menschen sich in ihrem Körper gut fühlen. 

Es gibt so viel bessere Wörter und die wollen wir nutzen.

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